6 Dinge, für die du im Alltag zu viel Geld ausgibst

Posted: 6. Dezember 2017 by belletristic

Pünktlich eine Woche vor Zahltag frage ich mich oftmals, wo mein ganzes Geld hin ist. So viel habe ich diesen Monat doch gar nicht geshoppt. Oder etwa doch? Es waren doch nur zwei Zalando-Pakete, die ich zurück zur Post balanciert habe und dabei wie eine Idiotin aussah. Ist hingegen noch viel Geld übrig, kommt mir das wiederum sehr suspekt vor. Euch nicht auch? Widmen wir uns nun aber der erschreckenden Erkenntnis, wofür wir zu viel Geld ausgeben und wie wir damit aufhören können. Hier sind meine Top 6:

1. Fitness-Abos

Alle Jahre wieder erneuere ich mein Fitness-Abo im Irrglauben, dass ich es die kommenden 12 Monate auch wirklich in Anspruch nehmen werde. Jedes Jahr dieselbe Lüge. Die noch grössere Tragödie? Mein Abo läuft jeweils Ende Januar aus – üble Kombination aus guten Vorsätzen und Kalorienreserve nach Weihnachten und Silvester. Ja, en tüüre Gspass. Vor all jenen, die ihre Mitgliedschaft regelmässig auskosten, ziehe ich den Hut. Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben, wie auch ich diese eiserne Disziplin verinnerlichen kann?
So bleibt das Geld im Kässeli:
Ich für meinen Teil bezahle jedes Jahr fast 100.- Franken pro Besuch. Welcher Betrag ergibt sich bei dir aus Abogebühr geteilt durch die Anzahl Gym-Besuche? Fies, gell? Investieren wir die Kosten eines einzelnen Besuches lieber in eine tolle Yoga-Matte und durchforsten wir gemeinsam Pinterest nach 20-Minuten Workouts.

 

2. Büro-Lunch

Dieser Post fällt mir persönlich schwer, da ich beim Essen und bei Lebensmitteln nicht gerne spare (Balkan-Herkunft lässt grüssen). Aber bei 100%-iger Arbeitstätigkeit schenkt auch diese Position ein. Als ich noch am Zürcher Paradeplatz arbeitete, machte das Mittagessen keinen unwesentlichen Teil meiner Fixkosten aus. Ich für meinen Teil mag es mittags gerne leicht, da ich nachmittags ohnehin etwas träger bin verglichen zum Morgen. Ein schweres Mittagessen killt mich jedes Mal. Gnadenlos. Was gibt es also oftmals? Salat. Oder sonstigen Convenience Food, der auch immer gesünder wird. Die Kombination aus praktisch hat verglichen zu der Variante selbst gekocht natürlich ihren Preis – wie so vieles, was uns Zeit und Aufwand erspart.
So bleibt das Geld im Kässeli:
Es kommt natürlich darauf an, welche Mittagstisch-Kultur bei euch am Arbeitsplatz herrscht. Damals bei meinem Job am Paradeplatz war Essen mitbringen kein Thema – kurzum: es war verpönt. Erfahrungsgemäss nehmen jedoch viele ihr Essen selbst mit, v.a. in kleineren Firmen, die wiederum die Mehrzahl der Schweizer Unternehmenslandschaft ausmachen. Die naheliegende Lösung also: Abends mehr kochen und am nächsten Tag mitnehmen. Klappt nicht immer? Nicht weiter tragisch. Ab und zu muss man sich auch praktisch und teuer gönnen.

 

3. „Eis go trinke“

Sozialleben muss sein. Sich mit Freundinnen auf einen Drink zu treffen tut gut, ist gut und gehört absolut dazu. Du sollst auch nicht darauf verzichten. Beim besten Willen nicht. Häufige Feierabend-Drinks schenken aber auch ein. Besonders die alkoholischen.
So bleibt das Geld im Kässeli:
In der Regel lebst du zwischen 20 und 30 in deiner ersten eigenen Wohnung. Wieso also nicht schnell auf dem Heimweg einen Zwischenstopp im Migrolino machen, Chips und Getränke kaufen und auf der Terasse oder auf dem Sofa einen Mädelsabend verbringen? Denn Miete zahlst du sowieso. Eine Netflix-Gebühr vermutlich auch. Und nach dem 3. Hugo musst zumindest du nicht mehr nachhause fahren 😉

 

4. Online-Shopping auf Rechnung

Ich tue es. Du tust es. Wir alle tun es. Ich könnte nicht mehr darauf verzichten, seit ich nicht mehr ganz so urban wohne. Aber ja, Online-Shopping mit Kauf auf Rechnung hat seine Tücken. Insbesondere wenn das Zurückschicken gratis ist, was mittlerweile bei fast jedem Versandhändler der Fall ist. Weil kostenlose Retouren eh kein Problem sind, füllst du deinen Warenkorb gerne auch mit Artikeln, die dir in der Shopping-App so einigermassen gefallen. Du kannst sie ja ohne Umkosten zurückschicken. Problem nur, wenn dir der Artikel live dann doch sehr gut gefällt – genau wie der Rest der Lieferung auch. Und last but not least: Du kaufst mit einer 30-tägigen Schonfrist. Sehr gefährlich. Wo ist hier der Hinweis zu Parental Advisory?
So bleibt das Geld im Kässeli:
Bestelle noch so gerne. Aber denke nicht im 30-Tage-Horizont. Das, was du jetzt bestellst, sollte auch umgehend bezahlt werden. Denn was vom Konto abgebucht ist, ist abgebucht. Du wirst dir die nächste Bestellung zwei Mal überlegen.

 

5. Coffee to go

Alle lästern immer nur über die horrenden Preise von Starbucks. Andere Coffees to go sind allerdings auch nicht günstiger. Eine 5-Franken-Kaffeetrinkkultur kann dich schnell einmal CHF 1’200.- im Jahr kosten, wenn du dir jeden Arbeitstag einen genehmigst. Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder das Portemonnaie.
So bleibt das Geld im Kässeli:
Zugegeben: Ich liebe es, unterwegs den Tag mit einem feinen Caffè Latte zu starten. Mittlerweile erachte ich es aber als eine Belohnung, die ich mir hin und wieder gönne. Positiver Effekt: Du geniesst den teuren Kaffee viel bewusster. Zudem ist das Angebot an stylischen Kaffeebechern für unterwegs rieeesig – sei dies bei Westwing, Honeyhome oder Nespresso.

 

6. Neue Beautyprodukte ausprobieren

Meine Beautypalette ist relativ überschaubar. Mascara und Concealer spielen die Hauptrolle in meiner täglichen Schmink-Routine. Ich besitze keine Schar an unterschiedlichen Pflegeprodukten, wobei ich anmerken muss, dass ich mit relativ sauberer Haut gesegnet wurde (Danke Mama). Und trotzdem geht immer wieder einiges für Beauty drauf. Weil ich ein Mädchen bin. Weil der Reiz des Beauty-Regals grenzenlos ist. Insbesondere günstige Produkte verleiten gerne dazu, einfach mal gekauft zu werden. Zum Testen. Was nicht gefällt, landet im Müll oder verstaubt in der Schublade oder im Spiegelschrank. Macht ja nix, es war schliesslich nicht teuer. Wer von euch schon mal im Grenznahen Deutschland den Drogeriemarkt geplündert hat, weiss genau, wovon ich rede.
So bleibt das Geld im Kässeli:
Zwischen 20 und 30 lernst du, welche Produkte für dich geeignet sind und zu deinem Haut-, Gesichts- und Haartyp passen. Bei mir sind es eher Markenprodukte, weshalb die Ausgaben dafür auch deutlich spürbar sind. Allerdings ist es zugleich so, dass ich all diese Markenprodukte nicht jeden Monat nachkaufen muss. Teilweise sogar nur 1-2x im Jahr. Mein Tipp? Bleibe deinen bewährten Produkten treu. Neues auszuprobieren, nur weil es neu und günstig ist, bringt weder dir, noch deinem Portemonnaie etwas. Je näher der 30. Geburtstag rückt, desto bewusster kaufst du ein. Qualität besiegt die Vielfalt.
Wofür gibst du im Alltag am meisten Geld aus? Fände ich spannend zu erfahren – schreibe mir.

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