10 Ratschläge an mein Twenty-Me

Posted: 24. November 2017 by belletristic

1. Körperkult

Der schlimmste Feind einer jungen Frau. Egal ob selbstbewusst oder gänzlich unsicher, früher oder später kriegt er uns alle. Dein Spiegelbild, die Badi-Nachbarin mit den endlos langen Victoria’s Secret-Beinen oder all die tollen Fotos im News-Feed deiner Social Media-App: irgendwann macht’s Autsch und du fühlst dich dick, hässlich und glaubst zu verstehen, weshalb ausgerechnet du noch Single bist. Kämpfe gegen den Frauenfeind Nr. 1 und liebe deinen Körper. Denn so knackig wie mit 20 wird er nie wieder sein. Lerne ihn zu schätzen und zu lieben – du wirst so viel mehr Spass für den Rest deiner Twenties haben.

 

2. Modesünden

Der Titel mag zunächst verwirren. Denn eigentlich geht es hier nicht um Modesünden per se, sondern um die logische Konsequenz aus Punkt 1: Du magst deinen Körper nicht, also traust du dich auch nicht, das zu tragen, was dir wirklich gut gefällt. Deine Hüften sind zu breit, deine Oberschenkel zu dick, dein Bäuchlein guckt hervor… Was tust du also? Du versteckst den „Schandfleck“, auch wenn du dieses eine Bodycon-Kleid super fändest, gerne eine weisse Skinny Jeans tragen würdest und total auf Crop Tops stehst. Trag es trotzdem! Denn mit 20 verzeiht dir diese angebliche Modesünde jeder.

 

3. Ich kann gewinnen.

Und zwar im ultimativen, vollends permanenten Frauen-untereinander-Vergleich. Klingt eingebildet? Dachte ich lange Zeit auch. Ist es aber gar nicht. Versuche ich mich hier zu rechtfertigen? Nein, damit habe ich nämlich aufgehört. Denn viel zu lange habe ich rechtfertigen wollen, weshalb ich NICHT gewinnen kann und jede Frau, die sich in einem Radius von 5 Metern um mich herum befindet (ich bin kurzsichtig, btw) besser ist als ich. Irrtum – I am the Champion.

 

4. Zu vernünftig muss nicht sein.

Ich war immer zu vernünftig. Keine Spassbremse oder Spielverderberin, auch nicht unbeliebt oder langweilig, aber halt immer etwas zu vernünftig. Mich zwischendurch mal etwas mehr fallen zu lassen, hätte nicht geschadet. Zwischendurch.

 

5. Ich bin liebenswert.

Punkt.

 

6. „Du häsch kei Ahnig“.

Du weisst bei Weitem noch nicht alles, imfall. Und ganz bestimmt weisst du es auch nicht besser. Dein Charakter beginnt erst jetzt sich zu festigen. Du lernst dazu, du entwickelst dich weiter, du lebst. Ganz wichtig: Du bist nicht „scho 20gi“, sondern ERST.
Du häsch ja kei Ahnig.

 

7. BFFs.

Nein, ich nenne meine Freunde nicht so. Aber hej, auch wir nutzten Abkürzungen, wie HDML oder für die ganz Krassen: HMMMMMMMMMMMMMDFL (wir hatten nur 160 Zeichen/SMS, keine Emojis und mussten 20 Rappen pro SMS bezahlen).
Aber zurück zu den BFFs: Wer sind sie wirklich? Werden sie es auch FOREVER bleiben? Kommen gar neue, sogenannte „BFFs to be“ hinzu? Es trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Mach dir keine Sorgen – es kommt gut!

 

8. Hotel Mama.

Ich muss dich mehr schätzen. Du bist das beste Hotel der Welt. 5 Punkte auf Tripadvisor.

 

9. Gönn dir was.

Du bist ja (zu) vernünftig und sparst ohnehin. Du verdienst anständiges Geld und musst im Hotel Mama keine Miete zahlen. Du weisst gar nicht, wie viel Geld du NUR FÜR DICH zur freien Verfügung hast, bzw. nie mehr haben wirst! Tu‘ dir ab und an etwas Gutes und gönn dir eine teure Anschaffung. Teuer ist relativ, klar. Kleiner Indikator: so teuer, dass du diesen Monat dem Sparkonto etwas weniger gutschreibst, vielleicht sogar nichts, dich jedoch nicht verschuldest. Ich rede hier auch nicht von Hollywood-teuer. Jede Woche etwas Teures soll es auch nicht sein. Aber ja, tu es einfach hin und wieder und überlege nicht zu lange, ob du sollst oder nicht. Mit 30 wirst du dir wünschen, du hättest es getan.

 

10. Vertraue deinem Instinkt.

Zweifle weniger. Du hast ein gutes Näschen.

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